Kapitel 10
Bella's Sicht:
„Auf wachen, Bella.“, flüsterte mir jemand sanft ins Ohr und ich brauchte einen Moment um zu realisieren, dass es Jake war.
„Wo bin ich?“, flüsterte ich zurück und bekam als Antwort nur eines seiner kehligen Lachern.
„Was findest Du denn bitte daran so lustig?“, fragte ich ihn schon etwas wacher und setzte mich auf.
Als ich mich umsah, dachte ich, dass wir wieder in La Push waren, denn es sah hier so aus als würde man in so einem Dorf leben.
Doch im gleichen Moment, dachte ich auch schon wieder daran, dass wir ja erst von dort abgehauen waren.
Also war es ja unmöglich, dass wir wieder dort waren.
Du hast recht, kleine Bella.
Da war wieder diese Stimme und obwohl ich wusste, oder eher dachte, dass ich sie nicht finden konnte, sah ich mich um, um sie zu finden.
„Bella? Was hast Du denn?“, fragte er mich besorgt und nahm mich in den Arm um mich zu trösten.
Doch dies fand ich ziemlich unpassend, immerhin war ich doch eigentlich die Ruhe selbst.
Das musste ihm doch auch klar sein.
Aber als er anfing sich ebenso wie ich, im Zimmer um zusehen wurde mir bewusst, dass ich mich hier mal wieder unpassend benahm.
Da ich ihn ja nicht so unfair gegenübertreten wollte, meinte ich:„Ich höre wieder diese Stimme, die mich auch geleitet hat, als ich so überstürzt aus dem Hotel gegangen war.
Sie erzählte mir, dass ich irgendwo hin musste. Aber diesmal meint Sie, dass ich recht habe. Ich weiß nur nicht, was Sie meint.“
Daraufhin sah er mich irgendwie wissend an.
„Eine Stimme? Bist Du Dir sicher, dass sie Dir sagte, Du sollst weggehen?“, fragte er mich.
„Ja, ich bin mir sicher, sie rief mich zu sich, doch ich weiß nicht warum.“, antwortete ich ihm nachdenklich.
„Du weißt etwas darüber, oder?“, fragte ich ihn und wartete auf seine Antwort.
„Ja, das war auch der Grund warum ich mit Dir fort wollte. Ich muss dafür sorgen, dass Du dort ankommst, wo Du hin musst. Mit anderen Worten, ich sorge dafür, dass Du im Wald der Elemente heil ankommst.“, ließ er die Bombe platzen.
Doch auch wenn er versuchte, es mir wohl verständlich zu erklären, so wusste ich doch nicht genau, was er mir da sagen wollte.
Und auch der Name war, fand ich, nicht sehr originell.
Es war doch ungünstig, einen Ort, der geheim oder auch sehr wichtig ist, so offensichtlich zu benennen.
Ob sich diese Leute, die es sich ausgedacht hatten, das auch bedacht hatten, auch wenn ich es doch stark bezweifelte.
„Das ist doch nicht dein Ernst, oder?“, fragte ich ihn und sah ihn, hoffentlich, wütend und auch etwas strafend an.
Und wenn man sein zusammen zucken richtig deutete, kam man auch auf den Schluss, dass es auch richtig gewirkt hatte.
Ich meinte es ja nicht wirklich böse mit ihm, doch er konnte mir so etwas doch nicht verschweigen, besonders wenn es um mich ging.
„Ich wollte doch nicht, dass Du böse mit mir bist.“, meinte er reuevoll und sah mich schon fast bettelnd an, während ich endlich aufstand und versuchte die Küche zu finden.
„Ich bin auch nicht unbedingt böse mit Dir, ich bin nur enttäuscht darüber, dass Du es mir nicht schon früher gesagt hast. Verstehst Du was ich meine?“, antwortete ich ihm und sah zur Tür.
„Ja, ich kann Dich verstehen. Ich hätte an Deiner Stelle wohl ein riesen Theater gemacht. Auch wenn es nicht so mein Ding ist.“, antwortete mir Jake beschämt.
Es war zwar auch nicht mein Ding, ihn immer wieder in seine Schranken zu weisen und doch war ich froh über die Einsicht, die er zeigte.
„Hast Du eigentlich Hunger, Jake?“, fragte ich ihn und als Antwort fing auch schon sein Magen an zu knurren.
„Ich bin mal so frei und nehme das als ein ja auf.“, sagte ich keck zu ihm und ging durch die Tür in einen Flur der zu mehreren Räumen führte.
Auch wenn ich es nicht für so einfach hielt, fand ich die Küche schon nach dem zweitem Versuch und ich war auch dankbar dafür, dass ich nicht so lange suchen musste.
Aus einem der Zimmer hörte ich Wasser rauschen und dachte mir schon, dass Jake erstmal duschen wollte, bevor er etwas essen wollte.
„Ich bin dafür, dass Du, meine Schöne, erst einmal mit mir duschen oder auch baden gehst. Je nach was Dir besser gefällt.“, sagte eine raue und doch sanfte Stimme hinter mir, bevor mir Jake seine Arme um die Hüfte legte.
„Was soll das, Jake?“, fragte ich ihn etwas peinlich berührt.
Ich war es nicht gewöhnt ihm so nah zu sein, soweit über Freundschaft hinaus.
Aber dies war doch normal, immerhin waren wir ja auch zusammen.
Und da duschte man auch zu zweit.
Aber nicht so voreilig.
„Nicht jetzt Jake. Irgendwann sicher, aber jetzt haben wir für sowas keine Zeit. Du weißt doch wo wir hin müssen. Ich glaube nämlich nicht, dass wir da umsonst hin müssen. Einen Grund wird es ja schon geben. Oder was denkst Du?“, sagte ich und wand mich aus seiner Umklammerung.
„Na gut, wir könnten doch gleich aufbrechen, ich für meinen Teil habe eigentlich keinen großen Hunger, also?“, antwortete er und dachte wohl im ernst ich würde sein Magenknurren nicht bemerken und dass obwohl ich es doch schon getan hatte, tz, aber wenn er unbedingt wollte.
„Gut, dann machen wir uns jetzt auf den Weg“, sagte ich und schon verschwand ich im Schlafzimmer, wo wir auch gewesen waren, bevor ich in die Küche ging, und zog mich um.
Und wie erwartet war Jake schon fertig und stand vor der Tür und als er mich sah lächelte er mir ermutigend zu und ging hinaus und ich folgte ihm.
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