Dienstag, 18. Oktober 2011
Ein paar Kleinigkeiten die ich wissen muss
Kapitel 12
Bella's Sicht:
Ich wachte früh am nächsten Morgen auf und merkte, dass ich alleine im Bett lag.
Da ich noch nicht richtig wach war, streckte ich mich, bevor ich aufstand und mich im Zimmer noch mal richtig umsah.
Irgendwie ging das ja gestern unter.
Von Jake entdeckte ich jedoch immer noch keine Spur, aber ich sah, dass unsere Koffer hier waren.
Also hatte er sie wohl heute Nacht geholt.
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als hinter mir eine Tür aufging.
„Oh, Du bist also schon wach.“, stellte Jake überrascht fest und kam auf mich zu.
Doch jetzt erst merkte ich, dass er nur ein Handtuch um hatte.
Etwas peinlich berührt senkte ich meinen Blick, was ihn zum lachen brachte.
„Hey Spätzchen, es muss Dir nicht peinlich sein, mich so zu sehen.“, sagte er eindringlich und ging zu seinem Koffer um sich etwas zu anziehen raus zu holen.
„Macht es Dir viel aus, wenn ich mich hier anziehe?“, fragte er mich vorauf ich ihm mit „Nein“ antwortete.
„Ok.“, meinte er und ließ auch sogleich sein Handtuch fallen.
Obwohl ich wusste, dass ich ihn nicht anstarren sollte, tat ich es und ich musste sagen, dass er wirklich wunderschön war.
Er sah ja schon angezogen muskulös aus, doch nackt war er, was dies betraf, unschlagbar.
Überall hatte er Muskeln, die sehr hart aussahen und doch prima zum kuscheln waren, doch ich war auch froh, dass er mir den Rücken zugedreht hatte.
Ich schien mal wieder in meine Gedankenwelt abgetaucht gewesen zu sein, denn als mich Jake in den Arm nahm schreckt ich zusammen und quickte überrascht auf.
„So schreckhaft, meine Kleine.“, neckte er mich und küsste meinen Hals.
Schreckhaft war ich ja eigentlich nie, doch heute hatte er mich erwischt.
Aber ich tat ihm nicht den Gefallen und antwortete ihm.
Was er auch gleich merkte, denn er ließ mich los und ging zurück zu den Koffern und fing an die Kleidung von mir in meinen Schrank zu räumen.
„Das kann ich selbst machen, Schatz.“, sagte ich und betonte das Schatz extra um zu sehen, wie er darauf reagierte.
Was mich überraschte war, dass er in der Bewegung innehielt und mich dann erstaunt ansah.
„Hast Du das eben echt gesagt?“, fragte er mich und legte die Sachen von mir, die er eben noch in der Hand hielt, wieder in den Koffer um auf mich zu zu kommen.
„Ja und beides war mein voller Ernst.“, antwortete ich und lächelte ihn an, damit nicht so eine bedrücken de Stille aufkam.
Und es schien auch zu klappen, denn er kam, ebenfalls lächelnd, auf mich zu und flüsterte:„Ich weiß, aber Du musst verstehen, dass ich gerne alles für Dich tun würde. Du hast es verdient verwöhnt zu
werden.“
Das, was er da sagte, verschlug mir wieder die Sprache und ich fühlte mich schon wieder fehl am Platz.
Er hatte Unrecht, ich verdiente es nicht.
Warum wollte er mir so etwas einreden?
Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanken wieder los zu werden.
Denn er sagte so etwas doch nicht ohne Grund.
Aber ich blieb trotzdem dabei,dass ich es nicht wert war.
„Egal an was Du gerade denkst, Du solltes lieber schnell an was anderes denken. Sonst bringe ich Dich dazu!“, sagte Jake und ich hörte doch tatsächlich so etwas wie Vorfreude in seiner Stimme.
„Wie willst Du mich denn dazu bringen?“, fragte ich ihn gespielt unschuldig.
„Das wirst Du ja gleich sehen.“, antwortete er mir geheimnisvoll.
Doch mich brachte das nur zum lächeln.
„Warum sagst Du es mir denn nicht?“, fragte ich und zog einen Schmollmund.
„Och, lass das doch, Bella!“, rief er theatralisch und nahm mich wieder in den Arm, wo er mich wieder sanft anlächelte, „Aber ich werde Dir schon noch zeigen, was ich meine.“
Daraufhin legte er seine Hände an meine Hüften und küsste meinen Hals, während er seine Hände, langsam und streichelnd, zu meinem Po brachte, um auch diesen zu verwöhnen, was mich zum seufzen brachte.
Auch wenn es ihn womöglich stören könnte, schlang ich meine Arme um seinen Hals und küsste seine Wange.
Er hatte aber Recht behalten, er hatte es geschafft, meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
„Dir scheint es ja sehr zu gefallen.“, brachte Jake atemlos hervor, was mich, um ehrlich zu sein, verwunderte.
Er war doch nie irgendwie außer Atem.
„Ja.“, antwortete ich ihn und wunderte mich, wie verändert meine Stimme plötzlich klang.
„Was ist denn los?“, fragte er, als ich mich aus seinen Armen wand, „Habe ich was falsch gemacht?“
„Nein, Du hast nichts falsch gemacht, nur..“, fing ich an und wurde von meinem knurrenden Magen unterbrochen.
Jake, der wieder lächelte, sah mich nun wissend an.
„Na Du hast wohl Hunger?“, meinte er.
Ertappt nickte ich und sah dann auf den Boden.
Diesmal war ich, oder eher mein Magen, der Stimmungskiller.
Und das gefiel mir überhaupt nicht, denn mir war das eben eindeutig zu wenig gewesen.
„Weißt Du eigentlich wo wir hier etwas zu Essen bekommen?“, fragte ich kleinlaut.
„Ja, ich weiß wo.“, antwortete er mir.
Ich war froh, dass er sich aus zu kennen schien.
„Gut, dann geh ich schnell duschen und mich anziehen, damit wir dann auch los können.“, sagte ich und machte mich auf ins Badezimmer zu gehen.
Vorher holte ich mir aber noch was frisches zum anziehen.
„Bis gleich!“, meinte ich noch.
Ich beeilte mich mit dem duschen und kämmte mir schnell meine Haare.
Doch dass das Föhnen so lang dauerte, konnte ich leider nicht ändern.
Als ich damit auch endlich fertig war, band ich mir meine Haare zu einem einfachen Zopf zusammen.
Ich hatte mir ein weißes Sommerkleid und zart rosa Ballerina's ausgesucht und schlichte hellblaue Unterwäsche.
Aber ich wunderte mich darüber, wo diese Kleidung her kam, auch wenn sie mir gefiel und sich toll anfühlte, so war es doch nicht das was ich eingepackt hatte.
Gleich stellte ich mir vor, wie Jake wohl reagieren würde, wenn er mich so sah.
Es wäre schön, wenn er nicht wüsste was er sagen sollte.
Ob er mich auch gleich wieder in den Arm nehmen würde?
Ich hoffte es.
Durch dieses Kleid würde ich auch seine ganze Wärme spüren.
Allein bei dem Gedanken daran, bekam ich Gänsehaut.
Langsam ging ich zur Tür und öffnete sie mit geschlossen Augen und wartete.
Da nichts passierte, öffnete ich meine Augen und sah, dass er mich einfach nur mit aufgerissenen Augen und offenen Mund anstarrte.
Auch wenn er nicht so reagierte wie ich mir vorgestellt hatte, so war es doch eine schöne Reaktion.
„Gefalle ich Dir so sehr?“, fragte ich ihn gespielt unschuldig und strich über das Kleid.
„Du siehst wunderschön aus.“, brachte er gerade so heraus.
Es war zwar nicht so mein Ding, aber ich fühlte mich stolz, stolz darüber, dass ich ihm so gefiel.
„Danke.“, meinte ich.
„Hast Du immer noch Hunger?“, fragte er mich etwas zittrig.
Was war das denn für eine Frage?
Natürlich hatte ich noch Hunger, irgendwie sogar einen größeren als sonst.
Aber das konnte ich ihm ja nicht einfach so an den Kopf knallen.
Also entschied ich mich für ein einfaches Ja. und folgte ihm als er aus dem Zimmer ging.
Er führte mich wieder dort hin, wo die große Treppe war und ging mit mir dort hoch.
„Da wo die Türen um die Treppe sind, sind die Zimmer von euch, es gibt nämlich noch viel mehr von euch.“, erklärte er mir, während er mich zu einem Raum führte wo es köstlich roch.
In diesem Raum befanden sich zwei lange schwarze Tische, die mit feinem Porzellan gedeckt waren und in der Mitte des Tisches befanden sich große Platten, die gefüllt waren mit dem leckersten Essen, dass ich je gesehen und gerochen hatte.
Es saßen auch schon solche Mädchen, wie ich, hier und neben jedem war ein Begleiter.
Ich erkannte sogar ein paar Vampire unter ihnen.
„Jede von euch hat einen Begleiter, ich zum Beispiel bin deiner und es könnte jedes Wesen der Mystischen Welt sein. Deswegen sind auch Vampire hier. Auch wenn ich es nicht gut finde.“, sagte er auf meinen Blick hin.
Jede hatte er gesagt.
Hieß das, dass nur Mädchen diese Kräfte erlangen konnten?
Irgendwie war das ja schon cool, doch war das nicht auch etwas unfair?
„Warum könnt ihr hier alle so ruhig bleiben?“, fragte ich ihn.
„Das liegt an euch. Ihr sorgt dafür, dass wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel springen.“, antwortete er mir.
Das klang einleuchtend, fand ich.
„Aber wie?“, fragte ich und sah ein, dass meine Neugierde wieder einmal die Oberhand hatte.
„Das erkläre ich dir ein anderes mal. Jetzt wird erst einmal gefrühstückt!“, sagte er eindringlich zu mir und schob mir einen Stuhl zurecht.
„Vielen Dank.“, sagte ich, als ich mich setzte.
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