Dienstag, 18. Oktober 2011

Die Ankunft

                                  
                                  Kapitel 11

Bella's Sicht:




Er lief einige Zeit vor mir, doch nach und nach kam er mir wieder näher, so dass wir wieder nebeneinander liefen.
Dies nutzte ich, um seine Hand zu nehmen.
„Du, Jake?“, fing ich leise an.

„Ja?“, fragte er nachdem ich nicht weiter sprach und fing an meine Hand zu streicheln.
Diese kleine Zärtlichkeit jagte mir unglaubliche Schauer durch meinen Körper, die mich erzittern ließen.

„Was hast Du denn, Kleines?“, fragte er mich nun.
Aber ich wusste nicht, wie ich anfangen sollte.
Ich wollte ihm sagen, dass es mir leid tat, dass ich immer noch so verschlossen ihm gegenüber war.

Doch ich wusste nicht, wie ich anfangen sollte.
Schließlich entschied ich mich dafür es einfach zu wagen und es ihm direkt zu sagen.
„Ich wollte mich entschuldigen.“, sagte ich leise, doch laut genug, dass Jake mich noch hörte.

„Was? Wofür willst Du Dich denn schon wieder entschuldigen? Du hast doch nicht getan!“, antwortete er mir und man sah und hörte ihm deutlich an, dass er es ernst meinte.

„Aber ich habe Dich ohne eine ordentliche Erklärung einfach abgewiesen.“, piepste ich.
Als ich sah,  dass er relativ ruhig blieb, traf mich fast der schlag.

Denn als ich dies gesagt hatte, sah er mich nur zärtlich und auch eindringlich an.
Da war keine Spur von Zorn oder ähnlichem.
„Du bist mir nicht böse?“, fragte ich nach weiteren Minuten des Schweigens.

„Nein, ich bin Dir nicht böse, mein Schatz.“, antwortete er mir und beschleunigte wieder seine Schritte, so dass er mich wieder etwas hinter sich ließ.

Wahrscheinlich um mir noch etwas Zeit zum verstehen zu geben, oder weil auch er Zeit brauchte.
Nur schade, dass ich ihm nicht so eine Hilfe sein konnte wie er mir war.

Ich war aber so froh, dass er mir nicht böse war.
Wie so oft fragte ich mich wieder, wie ich nur jemanden wie Jake verdient hatte.

Ohne es zu merken, blieb ich stehen, also ich merkte es nicht ganz.
Doch ein Teil von mir musste es gemerkt haben, sonst würde ich es doch nicht wissen.

Bella. Hörte ich zwei Stimmen sagen, die eine fragend und die andere fordernd.

Wie durch einen Nebelschleier sah ich, wie Jake langsam und abwartend auf mich zu kam.
„Hörst Du sie wieder?“, fragte er und nahm mich sanft und doch fest in den Arm.

Komm Bella, Du musst Dich beeilen, meine kleine.„Wir müssen uns beeilen.“, sagte ich, doch es hörte sich so fremd und abwesend an.

Geht weiter.Kaum hatte sie dies gesagt, wollte ich auch schon weiter gehen.
Doch jake hielt mich fest und gab mir noch einen Kuss, bevor er meine Hand nahm und sich     von mir führen ließ.

Immer wieder versuchte ich von ihm loszukommen, doch er ließ es nicht zu.
Ich wusste nicht wieso, doch es machte mich unsagbar wütend.

Wir mussten schnell sein, ich musste schnell sein!
Warum verstand er das nicht?
Ein mir unbekannter Laut drang aus meiner Kehle und Jake sah mich entgeistert an als er dies hörte.
„Ganz ruhig, Bella. Wir gehen doch weiter.“, sagte er beruhigend und drückte meine Hand, die er immer noch fest hielt.

Und ich wusste doch, dass er recht hatte, doch ich konnte nicht mehr warten oder gar richtig denken!
Plötzlich merkte ich, wie mir alles entglitt.
Ich verlor das letzte bisschen an Kontrolle über meinen Körper, ich konnte nur noch handeln.

Und dies tat ich auch, indem ich mich von Jake los riss und so schnell ich konnte in Richtung ziel schoss.
Auch wenn ich eben noch nicht wusste, wo es hin ging, so konnte ich nun den gesamten Weg vor meinem Geistigen Auge sehen und wusste somit genau wo ich hin musste.

„Bleib stehen!“, rief Jake, doch ich hörte nicht auf ihn.
Ich musste weiter und dass sollte er auch merken.
Er gab jedoch nicht auf, sondern fing an mich in Wolfsgestalt zu verfolgen.

Ich rannte und rannte, mit Jake auf den Fersen, immer weiter und erreichte ein Schloss, dass unter einer art Kuppel war.

Doch das war keine einfache Kuppel, sondern eine aus purem Licht, dass aber undurchdringlich wirkte.

Du bist da, kleine Bella.Da war sie wieder.
Und kaum verklang sie wieder, da öffnete sich die Kuppel und das Schlosstor, so dass Jake und ich eintreten konnten.

Es sah äußerlich zwar aus wie ein Schloss doch im inneren war es teilweise zu modern eingerichtet um wirklich wie ein richtiges Schloss zu wirken.
So langsam ließ der Nebelschleier nach und ich konnte auch wieder richtig denken.

„Es tut mir leid, dass ich Dich so stark beeinflussen musste. Doch Du wärst sonst nicht so schnell hier gewesen.“, sagte diese Frau, die auf der Treppe stand.
Bis eben hatte ich sie gar nicht bemerkt.

Sie schien auch so ein Wesen wie ich zu sein, denn sie sah fast so aus wie ich.
Nur sah es bei ihr so aus, als würde sie in Flammen stehen.

Ihre Haut glühte orange und diese Muster auf ihrer Haut leuchteten in einem hellen rot.
Die Flügel von ihr waren reines Feuer, dass sich knisternd auf ihrem Rücken verteilte.

„Bella?“, sprach mich Jake an.
„Ich bin nur verwirrt.“, gab ich leise zu.
Es war aber auch erstaunlich, was sich alles in einpaar Tagen ändern konnte.

„Ich lasse Euch ein Zimmer zuweisen, wo Ihr Euch ausruhen könnt.“, sagte sie und fast augenblicklich kam ein junges Mädchen herein.
Sie sah, von ihrer Haut und den Flügeln aus, genauso aus wie ich.

Als sie vor uns stand, verneigte sie sich und sagte:„Folgt mir, bitte.“, ehe sie um drehte und zu einer der Türen , die um die Treppe herum waren, ging.
Da ich keine Anstalten machte, mich zu rühren, nahm Jake meine Hand und zog mich mit sanfter Gewalt mit sich.

Hinter der Tür befand sich ein Korridor, in dem sich viele weitere Türen befanden.
Jede Tür sah einzigartig aus.
Manche waren weiß oder braun aber auch schwarze waren dabei.

Und jede hatte sie ein bestimmtes Muster.
wir wurden zu einer weißen Tür gebracht, die die selben Muster hatte, wie ich sie auf meiner  Haut trug.
„Dies ist Euer Gemach, Miss Isabella.“, sagte das Mädchen und öffnete die Tür.

Zum Vorschein kam ein prächtiges großes Zimmer, dass in weißen und braunen Farben eingerichtet war.
„Du kannst gehen.“, sagte Jake, wie ich feststellte, zu dem Mädchen was immer noch im Zimmer stand.
„Euer Gemach ist gleich neben an Mr Black.“, sagte sie noch ehe sie verschwand.

Noch völlig sprachlos, sah ich mich im Zimmer um und sah, dass Jake ganz fasziniert auf das große weiße Bett sah.

Aber ich bezweifelte, dass er es nur schön fand.
„An was denkst Du?“, fragte ich ihn, nachdem ich mich geräuspert hatte, da ich das Gefühl hatte einen riesen Knoten im Hals zu haben.

Er sah mich ertappt an und wurde leicht rot, doch antworten tat er mir nicht gleich.
„Es ist schön, nicht wahr?“, fragte ich leise und strich über die Pfosten und zog die Musterung mit einem Finger nach.

„Ja.“, hauchte Jake mir ins Ohr, was mich erneut erzittern ließ.
Mir wurde plötzlich so heiß und ich konnte nicht sagen warum.

Ich sah zu ihm auf und lächelte und kaum eine Sekunde später, lagen wir auf dem Bett und er küsste mich wild und leidenschaftlich was ich nur zu gern erwiderte.

Viel zu schnell mussten wir uns schon wieder voneinander lösen, denn wir benötigten Luft.
Als ich dies ausnutzte um in sein Gesicht zu sehen, sah ich, dass seine Augen heller als die Sterne strahlten und ich war mir sicher, dass es bei mir auch so war.

„Ich liebe Dich, Bella.“, hauchte er und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
„Ich liebe Dich, Jake.“, hauchte ich ebenfalls und er strahlte noch mehr, wenn das überhaupt noch ging.
In diesem Moment nahm ich mir vor, ihm öfter zu zeigen, dass er mir sehr viel bedeutete.

Jake gab mir auch gleich eine Möglichkeit dazu,wo ich mich aber auch besser verhalten wollte als am Morgen.
Denn er fing an meine Seiten zu streicheln und meine Hals zu küssen.

Ich verspürte aber nicht den Drang ihn zu stoppen, denn ich wollte es auch.
Als Antwort auf seine Zärtlichkeiten, ließ ich meine Hände zu seinem Nacken wandern und streichelte ihn dort.

„Du weißt gar nicht, wie gut das tut.“, seufzte er, als er sich erneut von mir löste.
Doch ich konnte mir genau vorstellen, wie schön er das fand.

Ich fand es ja auch atemberaubend schön.
Gerade als ich mich aufrichten wollte, um ihn festzuhalten, klingelte mein Handy.

Doch dass verwunderliche an der Sache war, dass nur Jake die Nummer hatte, da ich mir kurz nach dem verschwinden der Cullen's ein neues Handy samt Karte gekauft hatte.

„Wer ist das denn jetzt?“, fragte Jake grummelnd und ließ mich los.
„Ich geh mal ran.“, murmelte, doch bevor ich abnehmen konnte, hatte es schon wieder aufgehört zu klingeln.
„Was war das denn?“, fragte ich mich laut.

„Eine unerwünschte Störung, würde ich mal sagen.“, meinte Jake aufgebracht.
Er hatte auch recht, ich fand das war der reinste Stimmungskiller gewesen!

„Na komm, Bella. Wir sollten uns wirklich ausruhen.“, sagte er nun wieder sanft und zog mich zum Bett zurück, wo wir uns zusammen hinlegten und auch schnell einschliefen.

          





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