Sonntag, 26. Mai 2013

Die Vorstellung einer Bekannten.....

Kapitel 13 Teil 1






Bella's Sicht:












Als sie mich entdeckte, sah sie mich erst einmal überrascht an.
„Was hast Du denn?“, fragte ich sie und musste mir ein Kichern verkneifen, da sie mit diesem Blick einfach zu komisch aussah.
„Ich wundere mich nur darüber, wie Du es so schnell geschafft hast, Dich von Deinem Schatz zu trennen.“, antwortete sie mir kichernd.
Ich konnte mir nicht erklären was sie das denn an ginge, doch ich sagte nichts dazu.
„Wolltest Du mich nicht zu den Trainingsräumen bringen?“, wich ich ihr stattdessen aus.
Und obwohl ich es nicht erwartet hatte, sprang sie doch fast sofort darauf an.
„Ja klar! Wir müssen uns beeilen!“, rief sie gleich darauf aus und zog mich den Gang entlang.
*So eine Chaotin.*, schoss mir plötzlich durch den Kopf.
Doch ich konnte sie mir gar nicht mehr anders vorstellen, als so, wie sie nun einmal war.
„Ich bin gespannt, was sie von Dir wollen.“, meinte Alexandra auf einmal.
Verwirrt runzelte ich die Stirn, denn bis eben, war ich der Meinung, dass alles hier wie immer lief.

„Was genau meinst Du?“, wollte ich deshalb von ihr wissen.
Sie sah mich nun etwas schräg an, fing sich aber schnell wieder und zog mich unaufhörlich, schweigend, weiter den Gang entlang.
Ich verspürte den Drang, mich einfach von ihr loszureißen und zu Jake zu gehen.
Doch ich verdrängte dieses Gefühl, nicht von Jake weg gehen zu dürfen, ganz schnell wieder.
Denn es war schon verwunderlich, doch ich machte mir da nicht allzu viele Gedanken darüber.
Durch meine ganze Grübelei, hatte ich nun völlig den Überblick, über unseren Standort verloren.
Aber ich hatte das Gefühl, dass ich hier nicht einfach so herum Spazieren konnte, ohne in ernsthafte Schwierigkeiten zu kommen.
Ich hoffte jedoch, dass ich mir dieses Gefühl nur einbildete, denn ich wollte auch mal wieder etwas Ruhe in meinem Leben haben.
Auch wenn es wohl nicht mehr so ruhig werden würde, wie es mal war.
Vorstellen konnte ich es mir aber auch nicht mehr wirklich, ich würde dann wahrscheinlich vor Langeweile sterben.

Was sie wohl mit jemanden wie mir machen würden?
Ich hatte ja noch nie das Gefühl, normal, zu sein, ich, das Albino-Mädchen aus Phoenix.
Konnte es sein, dass ich genau aus diesem Grund, nun so war, wie ich geworden bin?
Es war einleuchtend, oder ich wollte, dass es einleuchtend klang.
Doch es überzeugte mich trotzdem nicht wirklich.
Da musste, meiner Meinung nach, noch etwas anderes dahinter stecken.
Doch die entscheidenen Fragen waren, was steckte dahinter und warum betraf es mich?
Mir erschien es jedoch, im Moment jedenfalls, ausweglos, weiter darüber nachzudenken, also versuchte ich Alexandra wieder meine volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Diese jedoch schien ebenfalls ganz in Gedanken versunken zu sein.
An was sie wohl dachte?

Egal was es war, es schien sie mächtig zu beschäftigen.
Am liebsten hätte ich sie nun einfach gefragt, was ihr so im Kopf herum schwirrte.
Doch im nächsten Moment schallt ich mich selber, dass sich das keines Wegs gehörte.
Das Nächste, was ich bewusst mitbekam, war, dass wir vor einer massiven Holztür stehen blieben.
Mein Blick wanderte wieder zu Alexandra, die mich nur neugierig musterte.
„Und?“, fragte sie mich lang gezogen in die keinesfalls unangenehme, Stille hinein.
Wie so oft wusste ich einfach nicht was ich sagen sollte, also hielt ich nur weiterhin ihrem Blick stand.
„Wo sind wir denn?“, fragte ich, nur um überhaupt etwas sagen zu können.
„Na, vor dem Trainingsraum. Wo denn sonst?“, meinte sie daraufhin und öffnete die Tür.
Der Trainingsraum war riesig und mit den verschiedensten Gerätschaften bestückt.
Es waren ganz normale Geräte, wie eine Sprossenwand, ein Trampolin und und zwei Basketballkörbe, vertreten.

Aber auch Zielscheiben, vor denen Köcher mit Pfeil und Bogen standen, ein abgedeckter Bereich, in dem Schwerter und Degen säuberlich eingeräumt waren und, was wohl nicht dazugehörte, eine Plane an einem Ende des Raumes auf dem Boden.
Da diese Plane aber immer in Bewegung schien und es eindeutig nach Wasser roch, könnte das wohl ein Becken, so wie ich es mit der Wanne versucht hatte, zum beherrschen des Wasser's sein.
„Wow!“, hauchte ich, auch wenn ich normalerweise kein Interessen an Sport hatte.
„Klasse, dass Dir unser Trainingsraum gefällt, denn wir zwei werden wohl einiges an Zeit hier verbringen!“, sprudelte es aus Alexandra heraus.
Bei ihren Worten wurde mir nun doch etwas mulmig zu mute.
Wie lange ist, einige Zeit?“, wollte ich nun wissen.
„Das kommt ganz auf Sie drauf an, Miss Swan.“, antwortete mir eine unbekannte Stimme.
Beim Klang der Stimme, lief ein Schauer nach dem anderen über meinen Rücken.
Ich hatte keine Zeit, mich näher damit zu beschäftigen, wem diese Stimme gehörte, denn es tauchten plötzlich zwei Frauen, solche Wesen wie ich, auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. 

Die eine, vom Wesen her, wie die, die uns in Empfang genommen hatte, sie schien also zum Feuer zu tendieren.
Und die Andere hatte grüne Haut mit goldbraunen Mustern, die sich aber von den meinen und der Anderen völlig unterschieden.
Was mich aber wirklich fesselte, waren ihre Flügel.
Sie schienen aus Hunderten kleinen Blättern zu bestehen, die ein sattes grün besaßen und, so wie es aussah, hielten sie nie still.
Sie schienen sich unaufhörlich mit einer Brise zu beschäftigen, die sie, sanft, hin und her wiegte.
„Guten Tag, Miss Swan“, grüßte die Frau mit den Blattflügeln.
„Guten Tag.“, wisperte ich, da ich nicht wusste, wie ich sie ansprechen sollte.
„Ich grüße Sie ebenfalls, Miss Swan. Wenn Sie erlauben, stelle ich mich und meine Begleiterin vor.“, sagte die Andere zu mir, woraufhin ich nickte und sie schüchtern anlächelte.

„Mein Name ist Jannina und meine Begleiterin heißt Jeanne. Sie wird im Übrigen, aks Ihre Mentorin fungieren.“, sagte Jannina und zeigte auf Jeanne, als sie sie vorstellte.
„Sehr angenehm.“, antwortete ich Jeanne und lächelt sie leicht an.
„So Isabella-“, „Bella.“, unterbrach ich sie, „Nun gut, Bella. Da Du eine ganze Weile mit mir auskommen musst, schlage ich vor, dass wir uns, vor dem Training, etwas besser kennen lernen sollten.“, sagte Jeanne und man hörte, trotz ihrer weichen, einladend wirkenden Stimme, dass sie keine Wiederrede duldete.
„Sicher, das wäre wirklich gut.“, antwortete ich, wobei ich mich wie die kleine, schüchterne Bella fühlte, die ich eigentlich nicht mehr sein wollte.
„Gut, Alexandra? Du kannst nun gehen.“, wies Jeanne sie, so wie es aussah, sehr zum Missfallen von Jannina, an.
Alexandra gehorchte auch ohne ein Wort zu sagen und ging.
Ich wusste nicht genau warum, aber es versetzte mir einen Stich ins Herz, dass sie einfach ging.

„Keine Bange. Du wirst sie später wiedersehen.“, beruhigte mich Jeanne, aber nur mit mäßigem Erfolg.
„So, Miss Swan.“, ertönte nun die Stimme von Jannina, die mich nur überheblich ansah.
„Ja?“, kam nur fragend von mir, da ich nicht genau wusste, wie ich sie ansprechen sollte.
„Wir werden hier noch nicht trainieren, denn Sie müssen erst einmal die Grundlagen unserer Welt verstehen.“, meinte sie nun, aber an ihrem Blick hatte sihc nichts verändert.
„So etwas wie Regeln?“, fragte ich, nur um etwas zu sagen zu haben.
„Ja, so kan man es auch ausdrücken.“, war Janninas Antwort darauf und ich sah, wie Jeanne ihr einen warnenden Blick zu warf.
Aber ich verstand nicht warum?
„Also, ich muss erst diese Regeln lernen, bevor?“, warf ihc nun ein, da ich wissen wollte, was genau jetzt gemeint war.
„Bella, es gibt Regeln, die wir Dir erklären müssen, bevor wir Dir beibringen dürfen, diese Kräfte, die in Dir schlummern, zu erwecken und zu benutzen.“,erklärte mir Jeanne geduldig.
Diesmal verstand ich es sogar, aber ich fragte mich, was es denn für Regeln waren, oder ob sie wirklich so wichtig waren.
Und als ich so nachdachte, fiel mir auf, dass Jannina ja sagte: Usere Welt, und ich fragte mich, was das zu bedeuten hatte.