Dienstag, 28. Juni 2011

Hat sie wieder gelogen?


                                         Kapitel 7

Bella's Sicht:


   Bella, komm her, komm zu mir. Ich warte auf dich.

Ich stand vor der Zimmertür und konnte mich nicht mehr bewegen.
Ich wusste nicht ob es daran lag, dass ich diese Stimme immer wieder das selbe sagen hörte, oder daran dass ich Alice eben in ihre Schranken gewiesen hatte.

   Bella, zögere doch nicht, Du weißt doch wo Du hin musst.

Je mehr diese Stimme sagte, desto mehr vernebelte sich mein Verstand.
Ich merkte gerade noch wie ich mich den Weg die Treppe runter machte und die Lobby durchquerte.
Irgendwer rief oder sagte meinen Namen, da es aber nicht diese Stimme war ignorierte ich die versuche
mich anzusprechen.

   So ist es gut Bella. Beeile dich und komm zu mir.

Ich wusste nicht warum doch nichts erschien mir wichtiger zu sein als zu dieser Stimme zu gelangen.
Aber warum war es mir denn so wichtig?
Egal, es war mir egal.
Ich musste mich doch beeilen um schnell zu dieser Stimme zu kommen.
Es war merkwürdig , je mehr ich mich beeilen wollte desto schneller wurde ich auch, aber nach einiger zeit merkte ich das meine Füße den Boden nicht mehr berührten.
Aber auch darauf konnte ich nicht eingehen.
Wieso denn auch, es fühlte sich so vertraut an das ich es doch nicht beachten brauchte.


Plötzlich merkte ich wie mich jemand oder etwas festhielt.
Ich wurde so festgehalten, dass ich nicht weiter kam.
Das machte mich wütend und ich versuchte mich zu befreien, was mir aber nicht gelang.
Es mussten mehrere sein, denn obwohl mich jemand festhielt merkte ich, dass mir zwei Hände an die Wangen gelegt wurden.

   Bella, du musst weiter, lass dich nicht von Ihnen aufhalten.

Die Stimme hatte recht, ich musste doch weiter und wenn diejenigen die mich festhielten nicht von selbst losließen, musste ich eben dafür sorgen dass sie mich losließen.
Sie sprachen wieder mit mir, oder versuchten es zumindest.
Ich verstand sie nicht, wusste nur dass sie mich loslassen sollten.
Kaum hatte ich diesen Gedanken gehabt da ließen sie auch gleich los.

  So und nun weiter Bella, ich warte.

Ich nutzte dies und machte mich wieder auf den Weg, oder versuchte es, denn kaum wollte ich weiter da wurde ich so gestoßen, dass ich fiel.
Ich musste doch weiter,also warum ließen sie mich nicht?

   Ich befürchte, dass Du wohl doch noch nicht zu mir kommen wirst, kleine Bella.

Mehr sagte sie nicht zu mir und kaum war Diese Stimme fort, da konnte ich auch wieder klar denken.
Es dauerte noch ein klein wenig bis ich registrierte wo ich war und mit wem ich hier war.
Wir befanden uns mitten im Wald, und es war schön hier, doch was dieses Bild zerstörte waren die ängstlichen Gesichter der Cullens.
Aber hatte Alice nicht gesagt, dass nur Esme und Charlisle noch mit hier waren?
Oder fand sie es witzig mich wieder anzulügen?
Denn vor mir standen nicht vier Cullens sondern alle sieben und Jake war auch da.
Dass Jake auch hier war, war gut denn ich brauchte ihn.
"Jake.", flüsterte ich obwohl es nichts brachte bei dem guten Gehör was die Cullens hatten.


"Bella, bist du jetzt wieder ganz da?", fragte er mich vorsichtig.
Ich konnte mir nicht erklären was er damit meinte.
Stattdessen sah ich ihn einfach nur an und wartete darauf das er es mir erklärte.
Aber er tat es nicht, also fragte ich ihn.
"Jake, was soll diese Frage?"
Nun sahen mich alle verständnislos an, nur wusste ich immer noch nicht warum.
"Was ist los? Warum seht Ihr mich so komisch an?",fragte ich gerade heraus.
Alice schien sich so langsam wieder zu fangen und kam mit einem Spiegel auf mich zu.
Ist sie auch endlich darauf gekommen das ich anders aussehe?
Sie hielt mir den Spiegel direkt vor mein Gesicht, so dass mir nichts anderes übrig blieb und ich hinein sehen musste.
Was ich dort sah ließ mich erschüttern.


Jake hat mich bisher ja noch zu keinem Spiegel gelassen aber er hat mir erzählt das ich mich verändert hatte.
Dass meine Augen aussahen als bestünden sie aus tausenden kleiner Silberstücke und meine Haut konnte ich ja selbst sehen.
Dass sie silbrig schimmerte und mit unzähligen silberner Muster bestückt war.
Aber was ich nun im Spiegel sah hatte nichts damit gemeinsam.


Meine Augen sahen so aus als bestünden sie aus flüssigen Silber, das heller strahlte als irgend ein Licht das ich bisher gesehen hatte, meine Haut schimmerte bläulich und die Muster meiner Haut funkelten in einem hinreißenden Goldton.
Das alles war schon erstaunlich und wunderschön so wie auch erschreckend, aber das was ich noch sah war unbeschreiblich.
Ich sah dass etwas blaues, sich bewegendes neben meinem Gesicht war, na gut ich konnte es nur so gut sehen da meine Haare nicht über meinen Schultern lagen.
"Was?", flüsterte ich zu mir selbst und nahm den spiegel selbst in die Hand.


Mich noch selbst betrachtend lief ich immer mehr zurück, so dass sich zwischen mir und den Cullens mit Jake eine immer größer werdende Lücke bildete.
Ich ließ den Spiegel fallen und sah über meine Schulter um zu sehen was das Blaue war und kaum sah ich es, da stockte mir der Atem.
Es sah so aus als hätte ich Flügel, die aber aus Wasser bestanden.
Immer noch Atemlos versuchte ich sie zu bewegen und es klappte, aber anders als erwartet waren sie obwohl sie so aussahen das es flüssig ist doch eine feste, wie sollte man dazu sagen, na ja sowas wie eine Einheit.


"Jake, was ist mit mir passiert?", fragte ich ihn leise.
"Ich weiß es nicht, Kleines.", antwortete er mir betrübt.
"Bella.", sagte einer von den Cullens die sich als Esme herausstellte,"Du scheinst ein besonderes Wesen zu sein. Du brauchst dich nicht fürchten."
"So wie es aussieht weiß sie schon was sie ist, doch das ändert nichts daran das sie nicht weiß was eben passiert ist.", sagte Jake überraschen sanft.


Ob er dachte das ich mich bei den Cullens wohler fühlen würde und er sich deswegen zurückhalten musste?
Ich wusste es nicht, aber ich wusste das ich eine wichtige Frage stellen musste bevor ich mich mit ihnen überhaupt unterhalten könnte.
"Warum seid Ihr alle hier? Alice sagte doch das nur Esme und Charlisle noch da wären."
Das hatte gesessen, denn alle sahen sie ertappt aus, nur ER wollte was erwidern.













                                                  

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